
Wir verstehen interkulturelle Kompetenz als Sozialkompetenz bei der Begegnung oder Konfrontation mit Angehörigen anderer Kulturen.
Die Vermittlung von interkultureller Kompetenz wird in zwei Teilbereiche aufgeteilt:
1. Kulturwissen
2. Die Fähigkeit, dieses Wissen bei der Bildung des eigenen Standpunktes anzuwenden
Neugier, Empathie, Rücksichtnahme und das Setzen von Grenzen gehören zu den Fähigkeiten, die den interkulturellen Austausch und das Zusammenleben verschiedener Kulturen ermöglichen. Dies ist der individuellen und gesellschaftlichen Entwicklung förderlich. Die Vielfältigkeit von Lebensentwürfen als Chance für die eigene Entwicklung auffassen zu können, ist Grundlage interkultureller Kompetenz. Die Fähigkeit, das Fremde als Möglichkeit wahrnehmen zu können, Neues zu erfahren und den eigenen Lebensentwurf dadurch zu bereichern, bildet die Voraussetzung, sich dem Anderen zu öffnen.
Eine stark ausgeprägte Unsicherheit gegenüber anderen Kulturen und die Unfähigkeit, eine andere Lebenspraxis und ungewohnte Denkweisen in die eigene Lebensweise zu integrieren, sind Quellen von Fremdenfeindlichkeit. Das Fremde wird dabei als Bedrohung für die eigene kulturelle Identität und Existenz wahrgenommen.
Unter interkulturellem Austausch verstehen wir nicht die Übernahme von Normen anderer Kulturen, sondern die Toleranz gegenüber dem Anderen, das als eine gleichberechtigte Möglichkeit der Lebensgestaltung respektiert werden kann: als ein ebenfalls denkbares Weltbild. Dazu bedarf es vor allem Flexibilität - die erlernt und geübt werden kann. Die Basis hierfür ist ein Bewusstsein für die eigene Kultur, die eigene Entwicklung und ein starkes Selbstbewusstsein.
Mit einem Wort: Interkulturelle Kompetenz verstehen wir in unserer globalem Welt von heute als Schlüsselkompetenz.
Kinder sollen ...